Mittwoch, 30. April 2014

73. Konzert Grundtvighaus Sassnitz



Pressefoto: Stefanie Marcus

73. Konzert Grundtvighaus Sassnitz - diesmal nicht allein auf den Jazz fokussiert



Samstag, dem 10. Mai 2014,

**FLIEG DOCH LOS! * *

*Schwarz un Schmitz, "Flugenten"*

*-LIEDERTHEATER-*

Meike Schmitz - Stimme & David Schwarz -- Klavier

Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 19:00 Uhr
Eintritt: 12 EUR; junge Leute unter 24 Jahre haben, wie immer, freien Eintritt.


*Ist "Rüber" die  Aufforderung, das Weite zu suchen? Erzählt "Bleiben" vom Gehen?
Ist es wirklich so erstrebenswert, fliegen zu können? Und - was bleibt eigentlich? *

Seit jeher komponieren, texten und inszenieren "Schwarz un Schmitz" alles selbst.

2009 gewinnen sie den Nachwuchspreis beim "Chansonfest Berlin". 2010 erhalten sie den "Ralph-Benatzky-Chanson-Preis" in Hamburg. 2012 werden sie beim 16.Liederfest in Hoyerswerda mit dem 1. Preis der Jurywertung ausgezeichnet. Ihre erste CD "Flugenten" erscheint 2012 auf dem Berliner Label "Traumton".

Schwarz un Schmitz sind musikalisch mutig undtextlich intensiv.

Auf ihrem Debut-Album und in ihrem Live-Programm entführen Meike Schmitz und David Schwarz uns auf eine Reise in innereLandschaften die selbst dem erprobten Weltenbummler noch ein Staunen entlocken dürften. Sie nehmenuns mit auf eine emotionale Berg -- und Talfahrt, die uns strahlende Aus- und sanfte Einblicke gewährt.Immer wieder entzünden sie kleine Lichter, lassen Fragen unbeantwortet und uns ab und an durch die dreizehnte Türe spähen. Sie hüllen uns in Winter, so lange, bis uns ganz warm wird um's Herz, nehmen uns mit auf schwindelerregende Ausflüge auf einem Karussell im Hinterhof, stellen uns den Pinguinen vor und verweigern sich trotzig den penetranten Anforderungen zu dauerhaftem Gute-Laune-Gebaren und inszeniertem Frohsinn. Dabei kratzen Schwarz un Schmitz am Jazz, schrammen die Popmusik, küssen den Kitsch, probieren sich im GroteskeGeräuschemachen und schaffen so eine Form von "Liedertheater", die weder herkömmliches Chanson, noch Comedy, noch Musikkabarett ist.

"Meike Schmitz und David Schwarz schaffen etwas Unerhörtes: Sie ziehen  uns durch ihre schräge Komik, ihre verblüffenden Perspektivwechsel, ihre überraschenden Bilder allmählich, aber rigoros in ihren Bann. Dabei sind beide hochmusikalisch und virtuos. (...) Die Texte ihrer Lieder sind deshalb so spannend, weil man spürt: Da wollen zwei etwas erzählen. Unbedingt. Sie sind witzig und ernst,  laut und leise, grell und poetisch."

*Laudatio "Ralph-Benatzky-Chansonpreis", Hamburg*

Dienstag, 29. April 2014

Naturerbe Zentrums RÜGEN - Wandern für die biologische Vielfalt


Mit dem Naturerbe Zentrum RÜGEN können Interessierte in der DBU Naturerbefläche Prora für die biologische Vielfalt wandern.


Wandern für die biologische Vielfalt
Exkursionen des Naturerbe Zentrums RÜGEN im Zeichen der bundesweiten Initiative „Gemeinsam wandern – Vielfalt der Natur erleben!“

(Ostseebad Binz/Ortsteil Prora, 29.04.2014) In den kommenden Tagen stehen einige Wanderungen des Naturerbe Zentrums RÜGEN unter dem Motto „Gemeinsam wandern – Vielfalt der Natur erleben!“.  Diese sind ein Beitrag zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt (2011 – 2020), die auf Initiative des Bundesamtes für Naturschutz in Deutschland organisiert wird. Überall in Deutschland sollen solche Wanderveranstaltungen eine möglichst breite Öffentlichkeit mit dem Begriff der biologischen Vielfalt vertraut machen. Deren Bedeutung für die Menschen, aber auch die Folgen ihres Verlustes sollen im Bewusstsein der Bevölkerung einen festen Platz finden. „Auch wir möchten dazu einen Beitrag leisten“, so Jürgen Michalski vom Naturerbe Zentrum RÜGEN. „Auf unseren Wanderungen auf der DBU Naturerbefläche Prora können die Menschen die biologische Vielfalt hautnah erleben. Denn wenn man Natur kennen und schätzen lernt, dann ist das schon der erste Beitrag zum Schutz dieser“, begründet der Leiter des Zentrums die Beteiligung an der Initiative, die vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2014 durchgeführt wird.

Veranstaltungen

Donnerstag, 1. Mai 2014, 10:00 Uhr
Kneipp-Wanderung – „Gesundwandern“ auf der Halbinsel Buhlitz
Die Bewegung in der freien Natur wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus – davon war bereits vor 120 Jahren der bayerische Pfarrer Sebastian Kneipp überzeugt. Aber dies ist nur eine der Säulen, die gemeinsam angewandt zu körperlicher und geistiger Balance verhelfen.  Auf einer Wanderung zu der Halbinsel Buhlitz kommen verschiedene Leitsätze nach Kneipps Philosophie und Lehre zum Einsatz. Unterwegs mit dem Naturführer machen Sie in den alten Buchen- und Heidelandschaften immer wieder spannende Entdeckungen. Ein abschließender Besuch auf dem Buchenplateau am fossilen Kliff gibt Zeit für Entspannung und einen wunderschönen Blick auf den Kleinen Jasmunder Bodden.
Preis: 7,50 € pro Person
Dauer: 3 Stunden
Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00
Treffpunkt: Naturerbe Zentrum RÜGEN, Kasse

Mittwoch, 7. Mai 2014, 10:00 Uhr
Kräuterwanderung über die Halbinsel Buhlitz – Wildkräuter kennenlernen, sammeln und genießen
Nach dem Winter sind viele zarte Pflänzchen am Wiesen- und Waldrand zu entdecken. Einige Wildkräuter sind als Heil- oder Gewürzpflanzen verwendbar. Sie sind einfach selbst zu sammeln (wenn man sie gut kennt!), sie sind schmackhaft und bereichern die Küche und die Hausapotheke. Ihr Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen liegt oft um ein Vielfaches über dem Wert von Kulturgemüsen und -salaten. Die Natur in unserer Umgebung lädt uns ein, Wildkräuter zu sammeln und verlorengegangenes Wissen wieder zu entdecken.
Preis: 7,50 € pro Person
Dauer: 3 Stunden
Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00
Treffpunkt: Naturerbe Zentrum RÜGEN, Kasse

Samstag, 10. Mai 2014, 08:30 Uhr
Donnerstag, 22. Mai 2014, 08:00 Uhr
Vogelwanderung – Eine ornithologische Führung durch die Proraner Landschaft (NABU Stunde der Gartenvögel)
Die Naturerbefläche Prora zieht sich von den Feuersteinfeldern, über die Dollahner Uferberge bis zum Nordrand des Schmachter Sees. Die Strukturvielfalt der Naturerbefläche ist ein Paradies für verschiedene Vogelarten. Nirgendwo auf Rügen gibt es eine vergleichbare Verzahnung von Land- & Wasserflächen sowie  von Offenland & Wald. Auf dieser Vogelexkursion möchten wir Ihnen die große Vielfalt Proras zeigen und mit etwas Glück lassen sich dabei verschiedene Spechtarten, Sperbergrasmücke oder Neuntöter von uns beobachten.
Preis: 7,50 € pro Person
Dauer: 2 Stunden
Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00
Treffpunkt: Naturerbe Zentrum RÜGEN, Kasse

Freitag, 6. Juni 2014, 10:00 Uhr
Familienexkursion zu den Feuersteinfeldern
Die Feuersteinfelder Mukrans sind nicht nur eine geologische Attraktion, die für Wissenschaftler interessant ist. Nein, sie begeistern auch Groß und Klein, Einheimische und Touristen sowie Stubenhocker und Abenteurer. Vor etwa 4.000 Jahren wurden die Steinwälle angespült und sind heute so faszinierend wie eh und je. Wir laden Sie ein zu einer speziell auf Familien ausgerichteten geführten Wanderung zu diesem besonderen Ort, der gut versteckt in der Schmalen Heide liegt. Erleben Sie Natur einmal anders und erfahren Sie Neues über Pflanzen, Steine und Naturgewalten.
Preis: 7,50 € pro Person
Dauer: 3 Stunden
Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00
Treffpunkt: Parkplatz Feuersteinfelder, Neu-Mukran

Hintergrundinformationen

Internationale Dekade der biologischen Vielfalt: Die Vereinten Nationen (UN) haben die internationale UN-Dekade Biologische Vielfalt von 2011 bis 2020 ausgerufen. Mit der Initiative soll das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert der biologischen Vielfalt und die Verantwortung für den Schutz und die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile gefördert werden. Ziel ist es, die besondere Verantwortung der Menschen für die biologische Vielfalt deutlich zu machen.

Gefährdung und Schutz der biologischen Vielfalt: Zu den weltweit größten Gefahren für die biologische Vielfalt gehört neben dem Klimawandel die fortschreitende Zerschneidung und Zerstückelung von Lebensräumen. Die zunehmende Erschließung der tropischen Regenwälder durch Straßen, aber auch der Autobahnbau und die Zersiedlung der Landschaften in Deutschland sind zwei anschauliche Beispiele. So werden vom Menschen unnatürliche Barrieren geschaffen, durch die Tiere und Pflanzen isoliert werden. Damit wird die Fortpflanzung erschwert und der Genfluss unterbunden. Dies erhöht zum einen die Aussterbewahrscheinlichkeit und zum anderen verringert sich das Vermögen der Natur, sich an ändernde Klimabedingungen anzupassen.
Als wichtiger Ansatz gegen die Lebensraumzerstückelung gilt die Entwicklung einer „Grünen Infrastruktur“ ("Green Infrastructure"). Dazu müssen zum Teil Schutzgebietsflächen erweitert werden. Bestehende Verbindungskorridore und Trittstein-Lebensräume, die als Verbindungselemente in der Landschaft fungieren, müssen geschützt oder neu geschaffen werden. Dies ermöglicht den Tier- und Pflanzenarten Ausweich- und Wanderungsbewegungen. Um die biologische Vielfalt zu schützen, ist müssen unbedingt großflächig unzerschnittene Landschaften und Lebensraum-Verbundsysteme erhalten werden.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen unter www.nezr.de oder zur Initiative unter www.wandertag.biologischevielfalt.de.

Montag, 28. April 2014

Wissenschaftler berichtet im NAUTINEUM über „Tauchgang ins Totenreich“


In der Cenote „Las Calaveras“ wurden bislang 126 menschliche Schädel gefunden. Vermutlich diente dieser Platz der Maya als subaquatischer Friedhof. (Foto: © Uli Kunz)

Wissenschaftler berichtet im NAUTINEUM über „Tauchgang ins Totenreich“

Unterwasserarchäologie in Cenoten und gefluteten Höhlensystemen Yucatáns, Mexiko

 
(Stralsund, 28.04.14) In Zusammenarbeit mit dem National Institute of Anthropology and History (INAH) und dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Kiel wurden von 2009 bis 2012 geflutete Höhlensysteme und Cenoten (Einsturzdolinen) im nördlichen Teil der mexikanischen Halbinsel Yucatán untersucht. Ziel war die Erfassung, Erforschung und Erhaltung von archäologischen Funden und Befunden unterschiedlicher Zeitstellung aus den weit verzweigten Höhlensystemen der Bundesstaaten Yucatán und Quintana Roo. Des Weiteren ging es um die Entwicklung entsprechender Prospektions- und Dokumentationsverfahren sowie den dazugehörigen Tauchtechniken. Darüber berichtet an diesem Abend Florian Huber mit eindrucksvollen Fotos. 
 
Im Jahr 2012 entstand zudem der Kinofilm „Verborgene Welten – Die Höhlen der Toten“. Die Dokumentation begleitet vier Forschungstaucher des Kieler Instituts für Ur- und Frühgeschichte auf ihrer abenteuerlichen Entdeckungsreise in diese Verborgenen Welten. Durch Spalten und Löcher, kaum größer als ihre Körper, dringen sie an Orte vor, die bis heute nur Wenige besuchen konnten. Bei einem Tauchgang, der vom Urwald bis ins Meer führt, stoßen sie auf Überreste von Menschenopfern, prähistorische Feuerstellen und urzeitliche Tierskelette. Um dies realisieren zu können, betrat die Dokumentation auch in technischer Hinsicht Neuland: eigens entwickelte Kamerasysteme und Unterwassergehäuse wurden speziell konstruiert, um den besonderen Bedingungen und Belastungsproben dieser Ausnahme-Tauchgänge standhalten zu können und ein einzigartiges 3D-Erlebnis zu garantieren. Bei den Cannes Corporate Media & TV Awards 2013 erhielt der Film als Beste Dokumentation den Goldenen Delphin in der Kategorie „Adventure & Travel“. Dazu kann „Verborgene Welten“ ebenfalls einen Schwarzen Delphin in der Kategorie „Bester Einsatz von 3D“ vorweisen, der den enormen technischen Aufwand der eigens entwickelten Kamerasysteme würdigt, welche die einmaligen Unterwasseraufnahmen erst ermöglichten. Auch in dieses Filmprojekt wird der Referent einen Einblick geben.
 
Florian Huber (1975 in München geboren), studierte Ur- und Frühgeschichte, Anthropologie, Nordische Philologie und Ethnologie in München, Umeå (Schweden) sowie in Kiel. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel mit Schwerpunkt Unterwasserarchäologie und historische Archäologie. Er ist seit 2004 Leiter der dortigen Arbeitsgruppe für maritime und limnische Archäologie (AMLA). Expeditionen und Ausgrabungen führten ihn mehrfach nach Schweden, Island, Ghana, Mexiko, Chile, Neuseeland, auf die Azoren sowie in den Sudan. Seit 1992 als begeisterter Sporttaucher unterwegs, absolvierte er 2002 die Ausbildung zum geprüften Forschungstaucher am Forschungstauchzentrum der CAU Kiel und war dort mehrere Jahre im Ausbildungsteam tätig. Über vier Jahre leitete er die Forschungsarbeiten in den wassergefüllten Höhlen der Halbinsel Yucatán auf der Suche nach Überresten der Maya sowie prähistorischen Funden. Er ist Mitherausgeber der beiden Fachbücher „Zwischen Nord- und Ostsee“ (Dr. Habelt Verlag) und „Gestrandet – Versenkt – Versunken: Faszination Unterwasserarchäologie“ (Wachholtz Verlag).
 
Alle Interessierten sind zu diesem spannenden Vortrag am Montag, 05.05.14, um 19:00 Uhr im NAUTINEUM herzlich willkommen. Der Eintritt beträgt drei Euro pro Person; für Mitglieder des Fördervereins Deutsches Meeresmuseum e. V. ist der Eintritt frei.