Samstag, 25. Juni 2016

Werkschau von Roland Heppert im MEERESMUSEUM endet bald

Rotes Meer, so lautet der Titel dieser Acrylmalerei von Roland Heppert, vermutlich von 1980. Sie entstand nach der zweiten Acropora-Expedition 1979 und ist Teil der Sonderausstellung im MEERESMUSEUM. (Foto: Jan-Peter Reichert/Deutsches Meeresmuseum)

Werkschau von Roland Heppert im MEERESMUSEUM endet bald


(Stralsund) Nur noch wenige Tage heißt es im MEERESMUSEUM Stralsund „Roland Heppert am Meer“. Dann endet die Sonderausstellung zum Lebenswerk des langjährigen Gestalters des Deutschen Meeresmuseums, der im Dezember 2014 verstarb. Seit den 1970er Jahren – länger als 40 Jahre – begleitete der gebürtige Oberlausitzer und spätere Wahlberliner Roland Heppert die Entwicklung des Museums und hinterließ im MEERESMUSEUM seine Spuren. Unzählige Grafiken in den Ausstellungsvitrinen und die Aquariendekoration tragen seine Handschrift. Zudem war er bei der Planung und Realisierung des OZEANEUMs ein unverzichtbarer Ratgeber.

„Nebenbei“ war Roland Heppert Designer, Architekt, Maler und Meeresschützer, aber auch Kollege und Freund. So vielfältig wie sein Wirken, so unterschiedlich sind auch die Werke, die in der Sonderschau im MEERESMUSEUM nur einen Bruchteil seines Schaffens wiedergeben, wie z. B. Bilder, Plakate, Faltblätter, Konzepte, Skizzen und Ideensammlungen. „Roland Heppert hatte das MEERESMUSEUM im Kopf und im Herzen“, resümierte Dr. Götz-Bodo Reinicke, der Kurator der Exposition. Wer sich davon überzeugen und die Arbeit von Roland Heppert kennen lernen möchte, hat noch bis einschließlich 3. Juli täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr im MEERESMUSEUM Stralsund die Gelegenheit dazu.

Samstag, 11. Juni 2016

AIDA Freunde der Meere e. V. übernimmt Patenschaft für Meeresschildkröte „Frieda“

Patenschildkröte „Frieda“ bekam im MEERESMUSEUM zur Feier des Tages Streicheleinheiten von Aquarienleiterin Dr. Nicole Kube. (Foto: Jan-Peter Reichert/Deutsches Meeresmuseum)

AIDA Freunde der Meere e. V. übernimmt Patenschaft für Meeresschildkröte „Frieda“



(Stralsund) Ab sofort schwimmt die schwerste der beiden Stralsunder Suppenschildkröten nicht mehr namenlos durch das 350.000-Liter Becken im MEERESMUSEUM. Der gemeinnützige Verein AIDA Freunde der Meere e. V., der sich für den Schutz der Meere und seiner Bewohner engagiert, hat am 9. Juni 2016 offiziell die Patenschaft für das Schildkrötenweibchen übernommen. Im Rahmen einer Facebook-Aktion hatte der Verein im Vorfeld einen Namen für das Patentier gesucht. Das Abstimmungsergebnis wurde beim feierlichen Taufakt gelüftet und die Schildkröte auf den Namen „Frieda“ getauft. Die Taufe wurde von Dr. Monika Griefahn, Vereinsvorsitzende von AIDA Freunde der Meere e. V., vorgenommen.

„Die Schildkrötenpatenschaft ist unser Beitrag, um auf die vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten aufmerksam zu machen“, so Dr. Monika Griefahn. Der kaufmännische Direktor Andreas Tanschus vom Deutschen Meeresmuseum freut sich besonders über den Patenschaftsbetrag in Höhe von 1.000 Euro jährlich, der den Tieren und ihrer Haltung unmittelbar zugutekommen wird. Die Übernahme der Patenschaft für „Frieda“ wurde mit einer handgezeichneten Grafik an der Patenschaftswand sowie einer Urkunde besiegelt.

„Frieda“ ist eine Suppenschildkröte, auch Grüne Meeresschildkröte genannt. Vermutlich 1983 ist das Weibchen geschlüpft und wurde als wenige Woche altes Tier illegal nach Deutschland eingeführt. Nach seiner Beschlagnahmung im Juli 1983 vom Hamburger Zoll folgte ein Kurzaufenthalt im Kölner Aquarium am Zoo, bevor das Reptil von November 1983 bis Oktober 1994 im Allwetterzoo Münster lebte. Anschließend wurde die Schildkröte an den Aquazoo Löbbecke Düsseldorf übergeben, bis sie im April 2003 ins Stralsunder MEERESMUSEUM zog. Beim letzten Tierarzt-Check im Februar brachte „Frieda“ ca. 110 kg auf die Waage und ist damit das Schwergewicht unter den fünf Stralsunder Meeresschildkröten. Bei der Übergabe der Patenschaft durfte eine zünftige Schildkrötenfütterung nicht fehlen, wobei auch die drei anderen Weibchen und das eine Männchen von Salat, Kalmar und Fisch „profitierten“. Zudem gab es Streicheleinheiten für die Tiere von Aquarienleiterin Dr. Nicole Kube und Aquarianer Mirko Becker, die zur Feier des Tages in das Schildkrötenbecken im MEERESMUSEUM Stralsund abtauchten.



Über AIDA Freunde der Meere e. V.:

AIDA Freunde der Meere e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich stark macht für den Schutz der Meere. Im März 2013 gegründet, haben wir uns zum Ziel gesetzt, das sensible Ökosystem Meer national und international zu bewahren und zu erhalten. Unsere Meere, die blauen, türkisen oder grünen Weiten des Ozeans, sind hochsensible Ökosysteme und wir wollen über diesen einzigartigen Lebensraum informieren, unsere Faszination für die Wunder der Meereswelt teilen und das Leben im Wasser bewahren. Wir möchten Kleine und Große für das Thema Meeresmüll sensibilisieren, sowie Politik und Wirtschaft motivieren zu handeln. Wir folgen einer gemeinsamen Initiative verschiedener Naturschutzvereine und tragen mit unserem Engagement dazu bei, den Plastikmüll in den Meeren bis 2050 um mindestens 50 Prozent reduzieren.



Über das MEERESMUSEUM Stralsund:

Meer hinter Klostermauern mit meereskundlichen Ausstellungen sowie Aquarien der Tropen und des Mittelmeeres erlebt man im MEERESMUSEUM Stralsund – im ehemaligen Dominikanerkloster St. Katharinen, dem Domizil des Museums seit 1951. Sammlungen erhalten – Schätze bewahren:Unter diesem Motto suchen wir seit 2011 Freunde und Förderer, die das Deutsche Meeresmuseum mit einer Sammlungspatenschaft unterstützen möchten. Seit kurzem sind auch Patenschaften für unsere Aquarienbewohner möglich. Weitere Informationen finden sich unter meeresmuseum.de.

Freitag, 10. Juni 2016

Den Kranichen auf der Spur im MEERESMUSEUM Stralsund

Familienausflug. (Foto: Carsten Linde)

Den Kranichen auf der Spur im MEERESMUSEUM Stralsund



(Stralsund, 03.06.16) Im MEERESMUSEUM Stralsund wurde eine neue Sonderausstellungeröffnet – ein Gemeinschaftsprojekt von Kranichschutz Deutschland, Naturfotograf Carsten Linde und dem Deutschem Meeresmuseum mit dem Titel „Den Kranichen auf der Spur“.

Wenn die Kraniche ziehen, folgt ihnen seit Jahren Naturfotograf Carsten Linde mit der Kamera. Zwischen Herbst und Frühjahr führen ihn seine Reisen von den Rastgebieten an der Ostseeküste und in Frankreich bis zu den Winterquartieren in Spanien und zurück zu den Tanzplätzen in Schweden. Er fotografiert die „Vögel des Glücks“ in ihren natürlichen Lebensräumen: An verborgenen Schlafplätzen und traditionellen Sammelplätzen, bei Wind und Wetter, in Schnee und Nebel, in der Dämmerung und im weichen Morgenlicht. Dabei sind ihm einzigartige Aufnahmen in wunderschöner Farbigkeit und brillanter Schärfe gelungen. Sie zeigen in detaillierten Nahaufnahmen und in stimmungsvollen Bildern die Anmut und Ästhetik der Kraniche auf ihrem weiten Weg durch Europa. Eine Auswahl von 20 großformatigen Bildern ist nun im MEERESMUSEUM zu sehen, die Naturliebhaber ebenso wie Fotointeressierte begeistern wird.

Kranichschutz Deutschland ist eine gemeinnützige Organisation von NABU und WWF zum Schutz des Eurasischen bzw. Grauen Kranichs sowie seiner Lebensräume mit nationalen und internationalen Projekten. Ein speziell für diese Ausstellung produziertes Fotovideo und verschiedene Exponate entführen die Besucher in die geheimnisvolle Welt des größten europäischen Zugvogels sowie in die Forschungs- und Schutzaktivitäten von Kranichschutz Deutschland. So wird beispielsweise seit 2014 im Rahmen eines Kooperationsprojektes die Raumnutzung der neu beschriebenen, stark gefährdeten Unterart des Graukranichs (Grus grus archibaldi) in der Türkei erforscht, um den Schutz der nur etwa 150 Paare zu gewährleisten. Ein anderes seit 2007 durchgeführtes Projekt widmet sich dem Monitoring der vier in Äthiopien vorkommenden Kranicharten, um die aktuellen Gefährdungen zu ermitteln und Schutzgebiete auszuweisen.

Abgerundet wird die Ausstellung im MEERESMUSEUM von fünf Kranichen, die freistehend im Raum präsentiert werden. Die Vögel und das zugehörige Habitat wurden von den Präparatoren des Deutschen Meeresmuseums extra für diese Ausstellung angefertigt und ermöglichen dem Besucher, die Tiere aus unmittelbarer Nähe zu studieren, um die Liebe zu diesem besonderen Vogel zu wecken. Die Kranichschau läuft bis 31. Dezember und stellt den Bezug zu einem regionalen Thema sowie zur Vorpommerschen Boddenlandschaft her. Sie ist bis Ende Oktober täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet; ab November ist Montag Ruhetag im MEERESMUSEUM Stralsund.