Mittwoch, 6. Dezember 2017

Neues Forschungsprojekt am Deutschen Meeresmuseum: Kegelrobben vor der Kamera

Kegelrobben haben eine typische Fellzeichnung die wie ein Fingerabdruck eine individuelle Identifikation ermöglicht (Foto: Linda Westphal / Deutsches Meeresmuseum).

Neues Forschungsprojekt am Deutschen Meeresmuseum: Kegelrobben vor der Kamera


Mit dem Start des Forschungsprojektes „Kegelrobben der deutschen Ostsee“ erweitert das Deutsche Meeresmuseum seine Meeressäugerforschung.

(Stralsund) Die Kegelrobbe, das größte heimische Raubtier, kehrt nach über 80 Jahren, in denen sie hier als ausgerottet galt, an unsere Küsten zurück. Seit 2004 wird diese Robbe wieder regelmäßig gesichtet. Die Zahlen steigen von Jahr zu Jahr an, so dass ein Forschungsprojekt zur Untersuchung der Lebensweise und Habitatnutzung in dieser Region notwendig ist. Wo halten sich die Robben in den deutschen Ostseegewässern auf? Wohin ziehen die Tiere zur Fortpflanzung? Welche Orte bevorzugen sie? Fragen, die es zu beantworten gilt.

Zentrale Methode der Forschung ist die Foto-Identifikation. Hierbei können einzelne Robben aufgrund ihrer individuellen Fellzeichnung identifiziert und wiedererkannt werden. Hiermit können die Standorttreue, Liegeplatzwahl und Wanderbewegungen untersucht werden.

Die derzeit zurückkehrenden Kegelrobben befinden sich in einer sensiblen Ansiedlungsphase, in der mögliche durch den Menschen verursachte Störungen untersucht werden müssen. Ein Unterwasserschallrekorder soll es z.B. erlauben, Störungen durch Schiffe und andere Schalleinträge besser zu verstehen. Die Wissenschaftler des Deutschen Meeresmuseums untersuchen die Bestandentwicklung und Lebensweise der Tiere und prüfen, wie daraus passende Schutzmaßnahmen abgeleitet werden können.

Denn das, was bis zu den 1980er Jahren passierte, soll sich nicht wiederholen. Damals waren die Gründe für das Verschwinden der Kegelrobbe Jagd, Lebensraumverlust und die massive Verschmutzung der Ostsee mit Umweltgiften. Die einstige Population war von mehr als 100.000 Tieren um 1900 auf etwa 2.000 Robben im Nordosten des Binnenmeeres zurückgegangen. Heute leben wieder 30 bis 200 Tiere an den deutschen Ostsee-Küsten, wobei die Bestände saisonalen Schwankungen unterliegen und mehr Tiere im Winter gesichtet werden. In der gesamten Ostsee gibt es derzeit etwa 30.000 Tiere. Noch bis 2020 wird in dem Forschungsprojekt die Wiederansiedlung dieser derzeit seltenen, jedoch eigentlich typischen Tierart in der südlichen Ostsee untersucht.

Jeder kann einen kleinen Teil zur Forschung am Deutschen Meeresmuseum beitragen. Eingesendete Fotos lebender oder verstorbener Kegelrobben helfen der Erweiterung des Foto-ID Kataloges. Bitte melden Sie Totfunde von Robben, aber auch von Schweinswalen, unter Tel. 03831 2650 3333 sowie Sichtungen unter www.schweinswalsichtung.de, über die App "OstSeeTiere" oder über E-Mail an sichtungen@meeresmuseum.de.

Dienstag, 21. November 2017

Veranstaltungen im Naturerbe Zentrum Rügen vom 30. November bis 6. Dezember 2017

Veranstaltungen im Naturerbe Zentrum Rügen vom 30. November bis 6. Dezember 2017 


Täglich 11.00 - 12.30 Uhr und 14.00 - 15.30 Uhr

Über den Horizont hinaus – Entdeckungen auf dem Baumwipfelpfad

Quelle: Erlebnis Akademie AG/NEZR

Mit mächtigen Baumkronen urwüchsiger Rotbuchen auf Augenhöhe sein, ein Erlebnis, das viele Besucher des Naturerbe Zentrums Rügen fasziniert. Gemeinsam mit dem Natur- und Landschaftsführer tauchen die Teilnehmer in die Heimat der Spechte und Baumläufer ein. Auf dem „Adlerhorst“ angekommen, können sie den Blick weit über die besonderen Landschaften der DBU-Naturerbefläche Prora und darüber hinaus schweifen lassen. Nicht selten zeigen sich bei diesen Führungen auch stattliche Exemplare der rund um das Zentrum beheimateten Seeadler.

Preis: Eintritt zzgl. 3 € pro Person

ohne Anmeldung

Treffpunkt: Naturerbe Zentrum Rügen, Kasse




täglich, ganztags individuell

Comic-Rallye

Erlebnis Akademie AG/NEZR/FotoArt Mirko Boy

Auf dem Baumwipfelpfad im Naturerbe Zentrum Rügen findet ein kleiner Seeadler nicht mehr allein nach Haus zurück. Seine Adlereltern machen sich bestimmt schon Sorgen. Da bleibt nur eins: die kleinen Besucher schnappen sich einen Stift und helfen dem Adler wieder zurück in sein Nest. Oder wie heißt das bei Adlern nochmal? Mit einem Comic-Heft in der Hand und spannenden Aufgaben ist so manch junger Entdecker in Nullkommanichts oben angekommen. Hinterher gibt es für die fleißigen Teilnehmer noch einen kleinen Preis.

Preis: Eintritt zzgl. 2 € pro Comic Heft

ohne Anmeldung

Treffpunkt: Naturerbe Zentrum Rügen, Kasse



Donnerstag, 30. November 2017, 10.00 - 13.00 Uhr

Wanderung zu den Feuersteinfeldern

Erlebnis Akademie AG/NEZR

Die Feuersteinfelder Mukrans gehören zu den großen Phänomenen der Insel Rügen. Entdecken Sie auf unserer Exkursion mit den Naturführern das einmalige steinerne Meer und spüren Sie die faszinierende Schönheit dieses Kleinodes. Gebildet wurden sie vor ca. 4000 Jahren und erzählen die wechselvolle Geschichte einer vergangenen Landschaft. Der in der Kreidezeit entstandene Feuerstein wurde durch die letzten Eisberge in Vorpommern umgelagert, empor gepresst und transportiert. Zu einer Zeit als der Wasserspiegel der Ostsee noch höher war, haben Sturmfluten die Feuersteine ins Inselinnere verlagert. Wandeln Sie zwischen Wacholderhainen und werden Sie Teil einer Jahrtausende alten Kulturgeschichte, die bis in die Steinzeit zurückgeht.
Hinweis: Bitte festes Schuhwerk mitbringen!
Preise: Erwachsene 10 €, Kinder (6-14 Jahre) 8 € / bei Familien zahlen die Eltern & das erste Kind, jedes weitere Kind ist frei
Treffpunkt: Parkplatz Feuersteinfelder, Neu-Mukran
Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00




Sonntag, 03. Dezember 2017, 17.30 - 19.00 Uhr

Vollmond auf dem Baumwipfelpfad

Erlebnis Akademie AG/NEZR

Nirgendwo anders ist das Mondlicht so facettenreich wie auf dem Meer. Und wer schon einmal nachts bei Vollmond durch einen Wald gelaufen ist, wird sich an den besonderen Zauber erinnern. Eine Vollmondwanderung über den Baumwipfelpfad auf den Aussichtsturm erlaubt Ihnen beeindruckende Perspektiven. Der Mond wird Ihre Laterne durch die Wipfel eines alten Waldes sein. Sie werden in eine eigene Welt eintauchen & erleben, wo der Stoff für Sagen & Märchen geboren wurde.
Hinweis: Taschenlampe nicht vergessen!
Preise: Erwachsene 10 €, Kinder (6-14 Jahre) 8 € / bei Familien zahlen die Eltern & das erste Kind, jedes weitere Kind ist frei
Treffpunkt: Naturerbe Zentrum Rügen, Kasse
Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00




Montag, 04. Dezember 2017, 10.00 - 13.00 Uhr

Der Natur auf der Spur - eine Wanderung durch Proras Naturerbe

Quelle: Erlebnis Akademie AG/NEZR

Die rund 2.000 Hektar große DBU-Naturerbefläche Prora zieht sich vom Nordrand des Schmachter Sees über die Dollahner Uferberge bis zu den Feuersteinfeldern. Durch die enge Verzahnung von Land- und Wasserflächen sowie von Offenland, Wald und Feuchtgebieten, bietet die Fläche eine reiche Vielfalt an Strukturen und Lebensräumen und ist somit ein Paradies für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten, wie beispielsweise den hier heimischen Seeadler. Begleiten Sie unsere Natur- und Landschaftsführer bei dieser Wanderung und genießen Sie die beeindruckende Schönheit der Naturerbefläche Prora.
Hinweis: Bitte festes Schuhwerk mitbringen!
Preise: Erwachsene 10 €, Kinder (6-14 Jahre) 8 € / bei Familien zahlen die Eltern & das erste Kind, jedes weitere Kind ist frei
Treffpunkt: Naturerbe Zentrum Rügen, Kasse
Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00




Dienstag, 05. Dezember 2017, 14.00 - 16.00 Uhr

NaturWerkstatt Bernsteinschleifen

Quelle: Erlebnis Akademie AG/NEZR

Wer hat noch nicht nach dem gelb-braunen Baumharz am Ostseestrand gesucht? Lange Zeit als Gold der Ostsee gehandelt und bis nach Afrika exportiert, erfreut sich Bernstein ungebrochener Beliebtheit. Im Naturerbe Zentrum Rügen haben Sie die Möglichkeit, Rohbernstein zu schleifen und so ein individuelles Schmuckstück anzufertigen. Ob als Handschmeichler oder als Stein für einen Anhänger, Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Preise: Erwachsene 10 €, Kinder (6-14 Jahre) 8 € / zzgl. Materialkosten
Treffpunkt: Naturerbe Zentrum Rügen, NaturLabor
Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00



Mittwoch, 06. Dezember 2017, 10.00 - 13.00 Uhr

Wanderung von Binz zum Baumwipfelpfad

Quelle: Erlebnis Akademie AG/NEZR

Von der Kurverwaltung Binz geht es zum Schmachter See. An dessen Nordufer entlang begeben wir uns auf Entdeckungsreise in die Hangbuchenwälder der Fangerien, wo imposante Bäume und mystische Quellen diesem Waldgebiet eine ganz besondere Atmosphäre verleihen. Über einen reizvollen Umweg, bei dem wir den Blick über die offene Landschaft schweifen lassen, geht es durch die Dollahner Höhen zum Naturerbe Zentrum Rügen mit seinem Baumwipfelpfad. Das ehemalige militärische Sperrgebiet und heutige DBU-Naturerbefläche Prora überrascht immer wieder mit besonderen landschaftlichen Perlen.
Hinweis: Bitte festes Schuhwerk mitbringen!
Preise: Erwachsene 10 €, Kinder (6-14 Jahre) 8 € / bei Familien zahlen die Eltern & das erste Kind, jedes weitere Kind ist frei
Treffpunkt: Haus des Gastes, Kurverwaltung Binz
Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00





Ausstellungs-Tipp:
Neue Wechselausstellung im Umweltinformationszentrum

+++„GDT – Eine neue Generation Naturfotografen“+++

Quelle:  GDT-Jugendgruppe, Thomas Hempelmann
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die Forschung in zahlreichen kleineren und größeren Forschungsprojekten. Mit ihrer Wanderausstellung „Vielfalt zählt! Eine Expedition durch die Biodiversität“ macht sie die Biodiversität und ihre Erforschung auch für die Öffentlichkeit erlebbar und verständlich. Multimedial und interaktiv vermittelt diese Ausstellung, was Biodiversität bedeutet und warum sie für uns Menschen eine so wichtige Grundlage unseres Lebens darstellt und deshalb so wichtig und schützenswert ist. Die Ausstellung ist noch bis zum 10. Oktober im Naturerbe Zentrum Rügen zu sehen. Ab 1. November werden die Werke talentierter Jugendgruppen der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) ausgestellt unter dem Thema „GDT – Eine neue Generation Naturfotografen“.  Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenfrei.


+++KunstGalerie im Umweltinformationszentrum+++


„Ästhetik gegen das Vergessen“ lautet der Titel der aktuellen Fotoausstellung des Gestalters Lennart Hanebrink, der ein gutes Gespür für Form, Farbe und Perspektive hat. Bei seiner Arbeit setzt er sich mit den Spuren einer Zeit auseinander, in der andere Spielregeln galten: 40 Jahre Geschichte in einem anderen System mit der sich dann anschließenden Deutschen Wiedervereinigung und seinen gravierenden Veränderungen. Diese in seinen Arbeiten festgehaltenen Spuren dokumentieren die Faszination der Vergänglichkeit. Weitere Informationen finden Sie hier. Die Ausstellung kann in der KunstGalerie im Naturerbe Zentrum Rügen innerhalb der Öffnungszeiten kostenfrei besucht werden.

Mittwoch, 1. November 2017

Der November im Medien- und Informationszentrum

Der November im Medien- und Informationszentrum

Ausstellung

2. Nov bis 1. Dez 2017
Ausstellung: Mitdenken. Mitmischen. Verquer goes public

Die Initiative Verquer zeigt öffentlichkeitswirksame Produkte zu globalen Fragestellungen, die in 2,5 Jahren Jugendarbeit in Vorpommern entstanden sind


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Vorträge und Kulturprogramm

Do 2. Nov | 19 Uhr | Eintritt frei
Vortrag: Die goldene Regel der Menschlichkeit oder Wie wollen wir miteinander umgehen?

Referent: Dr. Martin Bauschke, im Rahmen der WeltWechsel-Tage MV zum Thema Menschlichkeit


Do 16. Nov | 19 Uhr | Eintritt frei
Spiel mit der Demokratie – ein Film- und (Gedanken-) Spielabend

Im Rahmen der WeltWechsel-Tage MV, in Kooperation mit dem Jugendring Rügen e.V. / Evangelische Akademie der Nordkirche


Do 9. Nov | 19 Uhr | Eintritt frei
Vortrag: Natur in Kunst und Literatur

Referenten: Walter G. Goes und Reinhard Litty, Veranstalter: NABU



Di 14. Nov | 18 Uhr | Eintritt frei
Vortrag: Gesund auf Rügen: Über das schwache Herz – Diagnosen und Therapie der Herzinsuffizienz

Referent: Dr. med. S. Ottemöller, Geschäftsführender Chefarzt der Medizinischen Klinik, SANA-Klinikum Bergen



Do 23. Nov | 20 Uhr | Eintritt 5 Euro
Filmabend: Jahrhundertfrauen

Drei Frauen, drei Generationen – tragisch, komisch fabelhaft erzählt



Mo 27. Nov | 18.30 Uhr | Eintritt 5 Euro | Anmeldung bei der KVHS
Auf Entdeckungsreise durch unseren Landkreis: Rügen von den Anfängen bis zur Gegenwart Teil 2

Veranstalter: Kreisvolkshochschule Vorpommern-Rügen


Di 28. Nov | 16 Uhr | Eintritt frei
Sternenzauber Druckwerkstatt Lavendeldruck zur Adventszeit

Freies Drucken für alle Interessierten


Di 28. Nov | 18.30 Uhr | Eintritt frei
Wortwechsel: Reisen

Eine offene Lese- und Gesprächsrunde


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Programm für Kinder

Di 7. Nov | 16 Uhr | Eintritt frei
Druckwerkstatt zum Thema Menschlichkeit

Freies Drucken für alle Interessierten im Rahmen der WeltWechsel-Tage MV zum Thema Menschlichkeit


Do 16. Nov | 16 Uhr | Beitrag 5 Euro
Geschichten werden zu Bildern: Wir schreiben einen Brief ohne Worte

Zeichenstunden mit der Künstlerin Christine Schween


Fr 17. Nov | 16 Uhr
Lesefest am Bundesweiten Vorlesetag – Kinder lesen Selbstgeschriebenes vor

Veranstalter: Inselkinder Verlag/Janet Lindemann


Di 21. Nov | 16 Uhr | Eintritt 5 Euro
Puppentheater: Der süße Brei

mit dem Figurentheater Schnuppe


Fr 24. Nov |15 Uhr | Eintritt frei
Lesefrosch: Märchenhaftes in der dunklen Jahreszeit

Lesen und Kreatives für 5- bis 8-Jährige


Di 28. Nov | 16 Uhr | Eintritt frei
Sternenzauber Druckwerkstatt Lavendeldruck zur Adventszeit

Freies Drucken für alle Interessierten


Do 30. Nov |16 Uhr | Eintritt frei
Geschichten aus dem Koffer

Die Vorlesepaten erzählen und lesen Geschichten

Dienstag, 25. Juli 2017

Virtuelles Korallenriff im MEERESMUSEUM Stralsund


Arne Sternhagen (l.) und Julian Obermann (beide 11 Jahre) vom Kinderclub des MEERESMUSEUMs haben das virtuelle Korallenriff getestet. (Foto: Romy Kiebel/Deutsches Meeresmuseum)

Virtuelles Korallenriff im MEERESMUSEUM Stralsund


(Stralsund) Besucher im MEERESMUSEUM Stralsund können ab sofort ein „Virtuelles Korallenriff“ erkunden. Die neue Multimedia-Station erweitert das Angebot zum Thema „Faszination Korallenriffe“, zu dem auch der fünf Meter hohe Riffpfeiler in einer der größten Museumsvitrinen Deutschlands zählt.

Tropische Korallenriffe gehören zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde. Sie sind eine wichtige Lebensgrundlage für Millionen von Menschen. Weltweit sind Korallenriffe jedoch einer Vielzahl von Stressfaktoren ausgesetzt, wie der Temperaturerhöhung des Meerwassers, der Ozeanversauerung und Überfischung oder zerstörerischen Fischereimethoden.

„Mit dem virtuellen Korallenriff wollen wir insbesondere jugendliche Museumsbesucher ansprechen“, sagt Dr. Götz-Bodo Reinicke, Kurator für Meeresökologie und wirbellose Tiere am Deutschen Meeresmuseum. „Mithilfe einer Spielkonsole bewegt man sich durch das nachgebildete Ökosystem und lernt Riffbewohner wie Stein- und Weichkorallen, Anemonen- und Doktorfische, Haie und Meeresschildkröten kennen.“ Auf dem virtuellen Tauchgang in 2D wird auch über schädigende Einflüsse informiert, welche die Rifforganismen bedrohen. So veranschaulicht die Simulation beispielsweise die unmittelbaren Auswirkungen einer Korallenbleiche oder der Dynamitfischerei, die in vielen Tropenländern noch weit verbreitet ist.

Die interaktive Simulation entwickelten Mitarbeiter des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen. Dort untersuchen Wissenschaftler, wie Korallenriffe auf die zunehmenden Veränderungen ihrer Umwelt reagieren und wie man sie schützen kann. Die digitale Visualisierung eines tropischen Korallenriffs entstand, um eine breite Öffentlichkeit für die Schönheit dieser Ökosysteme und ihre Gefährdung zu sensibilisieren und um ihr einen Zugang zur Forschung des ZMT zu bieten.

Dienstag, 18. Juli 2017

Deutsches Meeresmuseum startet „Werde Stranddetektiv!“-Tour


Foto: OZEANEUM Stralsund

Deutsches Meeresmuseum startet „Werde Stranddetektiv!“-Tour


(Stralsund, 11.07.2017) Vom 17. Juli bis 14. August 2017 ist das „Werde Stranddetektiv!“-Team des Deutschen Meeresmuseums zwischen Rostock und Rügen unterwegs, um Strandbesuchern die Fauna und Flora der Ostsee vorzustellen. Ausgestattet mit Kescher und Lupe, sammeln die Teilnehmer Strandfunde sowie kleine Meereslebewesen im Flachwasser. Anschließend werden die Funde unter Anleitung der Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums und anhand von Artenlisten sowie einem speziell entworfenen Faltblatt ausgewertet und bestimmt.

„Ferienkinder haben viel Spaß daran, sich mit Strandfunden zu beschäftigen und dabei noch etwas zu lernen“, berichtet Andreas Kühl, Organisator der „Werde Stranddetektiv!“-Tour. Die bereits zum vierten Mal stattfindende Veranstaltungsreihe soll aber nicht nur auf die Schönheit der Ostsee und ihre Bewohner aufmerksam machen, sondern auch den Blick auf die zunehmenden Gefahren lenken, beispielsweise den Meeresmüll.  „Auch die jüngsten Strandbesucher müssen wissen, warum Müll nicht an den Strand oder ins Meer gehört und helfen dann vielleicht sogar mit, ihre Eltern auf dieses Thema aufmerksam zu machen.“, so Kühl. Bei den etwa 45-minütigen Veranstaltungen, die wiederholt in der Zeit zwischen 10 - 16 Uhr angeboten werden, sind weder Anmeldungen noch Teilnahmegebühren erforderlich.

Das Stranddetektiv-Team ist an den leuchtend-orangefarbenen Shirts und der gleichfarbigen Flagge erkennbar. Wer möchte, kann sein Wissen über die Ostsee und die Weltmeere anschließend im MEERESMUSEUM Stralsund und am NATUREUM Darßer Ort vertiefen. Das OZEANEUM Stralsund ist täglich bis 20 Uhr geöffnet.

Die genauen Termine der Tour sind:

17. Juli, Binz, Seebrücke, 10 Uhr
18. Juli, Sellin, Seebrücke, 10 Uhr
19. Juli, Göhren, Seebrücke, 10 - 12 Uhr, Kinderanimation Regenbogen Camp ab 14 Uhr
20. Juli, Glowe, Strandabschnitt vom Kurpark, 10 Uhr
21. Juli, Rostock, Warnemünde, Piratennest, Strandaufgang 11, 10 Uhr
24. Juli, Prerow, Seebrücke, 10 - 12 Uhr, Kinderanimation Regenbogen Camp ab 14 Uhr
25. Juli, Baabe, Strandhauptzugang (DLRG), 10 Uhr
26. Juli, Zingst, Seebrücke, 10 Uhr
27. Juli, Altefähr, Strand, 10 Uhr
28. Juli, Dierhagen, Strandaufgang 15, 10 Uhr
31. Juli, Prora, Strandzugang 72 (zwischen Block II und III), Ende: Strandzugang 66 (Beginn Block I), 10 Uhr
01. August, Thiessow, Hauptzugang (Oststrand), 10 Uhr
02. August, Binz, Seebrücke, 10 Uhr
03. August, Nonnevitz, Kinderanimation Regenbogencamp, 10 Uhr
04. August, Göhren, Seebrücke, 10 Uhr
07. August, Prerow, Seebrücke, 10 bis 12 Uhr, Kinderanimation Regenbogen Camp ab 14 Uhr:
08. August, Zingst, Seebrücke, 10 Uhr
09. August, Dierhagen, Strandaufgang 15, 10 Uhr
10. August, Altefähr, Strand, 10 Uhr
11. August, Wustrow, Seebrücke, 10 Uhr
14. August, Rostock, Warnemünde, Piratennest, Strandaufgang 11, 10 Uhr

Die Termine können bei schlechter Witterung ersatzlos ausfallen.

Dienstag, 30. Mai 2017

UNESCO-Welterbetage zu Pfingsten vom 04.- 06. Juni


Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL

UNESCO-Welterbetage zu Pfingsten vom 04.- 06. Juni


Unter dem Motto „Welterbe verbindet“ finden erstmals die UNESCO-Welterbetage auf Rügen im Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL und im Nationalpark Jasmund statt. Vom Deutschen UNESCO-Welterbetag am 04.06., über den Wandertag ins UNESCO-Welterbe am 05.06. bis hin zur Eröffnung des neuen UNESCO-Welterbeforums am 06.06., ist alles dabei.

Im Rahmen des Deutschen UNESCO-Welterbetages mit dem Motto „Welterbe verbindet“ lädt das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL am 4. Juni gemeinsam mit regionalen und bundesweiten Partnern zu einem bunten Programm ein. Informations- und Aktionsstände, Ausstellungen, Wanderungen, Filmvorführungen, Kinderanimation und viele weitere Erlebnisse informieren dabei insbesondere über die „Alten Buchenwälder“, die im Nationalpark Jasmund seit 2011 zusammen mit vier anderen Gebieten in Deutschland als Weltnaturerbe anerkannt sind.

Der Pfingstmontag steht ganz im Zeichen des Wanderns. Auf einer Sternwanderung mit Rangern und Experten können alle Naturfreunde eintauchen in die sagenumwobenen, altehrwürdigen Buchenwälder und mehr erfahren über den einzigartigen wilden Wald am Meer, über den kleinsten Nationalpark Deutschlands, seine Wildnis und Geschichte. Die spannenden Wanderungen starten jeweils um 11:00 Uhr und enden alle am Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL, wo der Wandertag im Bistro und mit einem Besuch der Erlebnisausstellung ausklingen kann.

Als Höhepunkt der UNESCO-Welterbetage 2017 auf der Insel Rügen findet die Eröffnung des neuen UNESCO-Welterbeforums im Nationalpark Jasmund am 6. Juni um 14:30 Uhr statt. Als beeindruckendes Wanderausflugsziel informiert die nach langer Umbauzeit fertiggestellte ehemalige Waldhalle als Außenstelle des Nationalpark-Zentrums KÖNIGSSTUHL ausführlich über die „Alten Buchenwälder“ und setzt damit einen Schwerpunkt innerhalb der Einrichtung. Herzstück des teils neu gebauten, teils restaurierten zweistöckigen Fachwerkgebäudes aus dem Jahre 1888 ist eine großzügige Ausstellung zum Weltnaturerbe, die zum Erforschen, Ausprobieren und Vertiefen einlädt. Das UNESCO-Welterbeforum ist nach seiner Eröffnung täglich von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet und nur zu Fuß oder per Rad erreichbar.

Die UNESCO-Welterbetage werden gemeinschaftlich veranstaltet vom Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL und dem Nationalparkamt Vorpommern in enger Zusammenarbeit mit den UNESCO-Welterbestätten aus M-V und Deutschland und vielen weiteren Partnern.

Weitere Informationen: www.koenigsstuhl.com

Donnerstag, 11. Mai 2017

ARMIN MUELLER-STAHL im Dokumentationszentrum Prora e.V.


ARMIN MUELLER-STAHL im Dokumentationszentrum Prora e.V.


Der Kunstraum Wasserwerk in Glowe ist von einem Geheimtip zu einem Muss für Kunstinteressierte,
Schmuck- und Porzellanliebhaber geworden. In themenzentrierten Ausstellungen sind bildnerische und skulpturelle Arbeiten namhafter Künstler zu finden. So hat seit Jahren auch ARMIN MUELLER-STAHL dort seinen Platz gefunden. Nun veranstaltet der Kunstraum Wasserwerk in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum Prora eine große ARMIN MUELLER-STAHL Ausstellung.

Seit 2004 dokumentiert das Dokumentationszentrum Prora die Dauerausstellung MACHTUrlaub. Hier wird die Bau- und Nutzungsgeschichte der Anlage, auch und gerade in Bezug auf das „KdF-Programm“ (Kraft durch Freude), welches hier in Prora seine Bestimmung finden sollte, dargestellt. Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema Arbeits- und Sozialgeschichte des „Dritten Reiches“. Das ehemalige KdF-Bad ist unter dem Titel der >Koloss von Rügen< bekannt. Es sollte 20000 Urlaubern Platz bieten und ist als Gesamtanlage nie fertig gestellt worden. Nach dem Krieg war vorerst die sowjetische Armee in den Gebäuden. Die NVA nutzte den monströsen, kasernengleichen Gebäudekomplex als Ausbildungsstädte. Nach der Wende belastete das nun der BRD zugefallene Erbe das Steuersäckel, wurde von Künstlern >besetzt< und beherbergte eine Jugendherberge, Museen und Bildungsinstitute, um schließlich an Investoren verkauft zu werden, die jetzt den Großteil der Anlage zu Eigentumswohnungen umwandeln.

Die gesamte Anlage ist denkmalgeschützt. Ein Denkmal sollte möglichst von allen Sozial- und Gesellschaftsschichten beachtet und besucht werden. Wird es nicht auf breiter Front akzeptiert, ist es letztendlich tote Vergangenheit. Um den Stellenwert einer solchen Dokumentationsstätte zu erhalten, zu erhöhen, und um sie auch in Zukunft und für die Jugend interessant und als wichtig zu etablieren, müssen neue Wege gegangen werden.

Mit einer Ausstellung, die das bildkünstlerische Werk des bekannten Schauspielers ARMIN MUELLER-STAHL präsentiert, soll dieser Weg ein möglichst breites Publikum ansprechen. Wie das ehemalige KdF-Bad hat jeder Mensch im Laufe seines Seins einen Wandel erlebt. So auch der bekannte Künstler ARMIN MUELLER-STAHL. Der in den 30er Jahren Geborene hatte zuerst Konzertgeiger studiert, bevor er sich der Schauspielerei versprach … hatte in der DDR Erfolg … musste, nachdem er die DDR verlassen hatte, in der BRD neu anfangen … startete erneut -schon sechzigjährig- auch in den USA durch … lebt und arbeitet in der Nähe von Lübeck und Los Angeles. Mit dieser ARMIN MUELLER-STAHL Ausstellung ... unter dem Titel „Dreimal Deutschland und zurück“ soll nicht nur sein bildkünstlerisches Werk dargestellt werden. Die Ausstellung soll, wie auch das ehemalige KdFBad, als ein Zeugnis für den Wandel stehen.

Ausstellung ARMIN MUELLER-STAHL Malerei und Graphik
Titel „Dreimal Deutschland und zurück“
Ausstellungsort Dokumentationszentrum Prora / Binz, Insel Rügen
Ausrichter Kunstraum-Wasserwerk, Glowe … Günter Christiansen
Ausstellungsinhalte ca. 300 Arbeiten auf ca. 600 qm Fläche
- Gemälde, Aquarelle, Mischtechniken, Zeichnungen
- Farbradierungen und Aquatinta, Lithographien, Giclées und Mischtechniken,
- Mappenwerke
- Vorzugsgraphiken mit Buch
- Film; Portrait, Armin Mueller-Stahl
- Oskar Nominierte Filme
- Shop
Vernissage - Sonntag … 30. April 2017 … 15 Uhr
Laudator … Björn Engholm, Ministerpräsident a.D.
Öffnungszeiten - 01. Mai – 06. Juni 2017 ... tgl. 10 -19 Uhr

Mittwoch, 10. Mai 2017

Internationaler Museumstag, Museumsfest und Jubiläum


Internationaler Museumstag, Museumsfest und Jubiläum


Uum Internationalen Museumstag am Sonntag, den 21. Mai 2017, öffnet das Ernst-Moritz-Arndt-Museum von 10 bis 17 Uhr seine Türen.

Mit einem Museumsfest  feiert das Arndt-Museum, das zugleich das älteste Museum der Insel Rügen ist, an diesem Tag sein 80jähriges Jubiläum .

Begeben Sie sich auf eine spannende Spurensuche durch 80 Jahre Museumsgeschichte und entdecken Sie bekannte und unbekannte Aspekte aus der wechselvollen Sammlungshistorie.

Ebenfalls zu besichtigen ist die Sonderausstellung „Erdenraum und Himmelstraum“ mit Landschaftspastellen von Kalle Zangerl, die Arndts Naturlyrik malerisch zur Seite gestellt sind.
                                                                                                                            
Folgende Highlights stehen auf dem Programm:

11 Uhr:           Jubiläumseröffnung
Festrede der Garzer Bürgermeisterin Gitta Gohla und Sonderführung „Im Blickpunkt“
10 - 17 Uhr: „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ – Museumsquiz für Kinder
10 - 17 Uhr: „KunstWunderKammer“ für Groß und Klein mit der Künstlerin Kerstin Langer
10 - 17 Uhr:   Kaffee und Kuchen auf der Museumsterrasse

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und laden Sie zum vielfältigen Entdecken, Lesen und Gestalten bei einer Tasse Kaffee ein.


Mittwoch, 3. Mai 2017

(Herings-)Lücke im System geschlossen


Dr. Henning von Nordheim (Stiftungsrat FSO), Dr. Alexander Badrow (Stiftungsratsvorsitzender FSO), Dr. Paul Kotterba (Preisträger), Andreas Tanschus (Vorstandsvorsitzender FSO), Dr. Sabine Brasse (Stellv. Stiftungsratsvorsitzende FSO)
Foto: Forschungsstiftung Ostsee / Christian Rödel

(Herings-)Lücke im System geschlossen

Forschungsstiftung Ostsee ehrt Nachwuchswissenschaftler für herausragende Doktorarbeit




(Stralsund, 03.05.2017) Am Dienstagabend, 02.05.2017, hat die Forschungsstiftung Ostsee(FSO) im OZEANEUM Stralsund feierlich den 2016 erstmals ausgelobten Preis für Nachwuchswissenschaftler übergeben. Der Preisträger Dr. Paul Kotterba vom Thünen Institut für Ostseefischerei in Rostock erhielt die Ehrung für seine herausragende Dissertation über Heringe.



Brotfisch der Region, magisches Leuchten im Strelasund und Bismarkrezepte – Hering ist aus Vorpommern nicht wegzudenken. Um ihn ranken sich Legenden, Geschichten vom Wohlstand und auch Zukunftssorgen. Dr. Paul Kotterba hat sich über viele Jahre mit dem Heringsbestand in der westlichen Ostsee befasst und insbesondere sein Nahrungs- und Fortpflanzungsverhalten genauer untersucht. Dabei hat er wesentliche Wissenslücken über die Silberlinge geschlossen.



„Der Erkenntnisgewinn aus Dr. Kotterbas Arbeit war maßgeblich für unsere Entscheidung, ihn als Nachwuchswissenschaftler zu ehren“, sagt Andreas Tanschus, Vorstandsvorsitzender der Forschungsstiftung Ostsee während der Feierstunde vor dem mit 2,6 Mio. Liter Meerwasser größten Aquarium im OZEANEUM. Der Fischereibiologe Kotterba untersuchte den Einfluss von Räubern auf das Überleben von Heringseiern und stellte mittels Ausschlussexperimenten fest, dass sich im Greifswalder Bodden besonders Stichlinge ausgiebig von Heringslaich ernähren. Überraschende Ergebnisse zeigte zudem die Untersuchung des Mageninhaltes von ausgewachsenen Heringen im Herbst. Anders als erwartet, fressen die Tiere in dieser Zeit statt Plankton Fische. „Dass Heringe sich auch von Fischen ernähren, stellt eine bislang völlig unbekannte Verknüpfung im Nahrungsnetz der Ostsee dar“, sagt Dr. Paul Kotterba. Mit seiner Dissertation hat Paul Kotterba gezeigt, dass unser überschaubares Küstenökosystem dennoch sehr komplex und variabel ist.



Die Forschungsstiftung Ostsee arbeitet seit dem Jahr 2012 und fördert die Erforschung der Fauna und Flora der Ostsee sowie ihrer angrenzenden Lebensräume. Neben der Bearbeitung von Förderprojektanträgen vergibt sie auch im Jahr 2017 den Preis an Nachwuchswissenschaftler. Master- und Doktorarbeiten mit Themen der Grundlagen- und angewandten Forschung über die Ostsee können noch bis 31. Oktober dieses Jahres eingereicht werden.


Weitere Informationen: https://www.deutsches-meeresmuseum.de/forschungsstiftung-ostsee/unsere-foerderung/

Dienstag, 4. April 2017

Binzer Woche der Bäderarchitektur


Saisonstart am Strand von Binz -
Traditionelles Anbaden am 1. Mai

Foto: Kurverwaltung Binz / Christian Thiele

Woche der Bäderarchitektur vom 1. bis 7. Mai


Das Ostseebad Binz feiert seine weißen Villen


Ostseebad Binz, April 2017 (kv). Luftige Loggien, romantische Erker, verspielte Balkone – die Binzer Bäderarchitektur bietet viel fürs Auge. Ein einladendes Entrée und mediterranes Flair als Visitenkarte für betuchte Sommerfrischler auf Quartiersuche, das war die Strategie der Binzer Gastgeber in den Anfangsjahren des Badelebens an der Ostsee. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts kam das Baden in der offenen See hierzulande in Mode und es entstand die bis heute unübertroffene Binzer Bäderarchitektur. Insbesondere entlang der Strandpromenade und im angrenzenden Ortskern finden sich unzählige Beispiele dieses einzigartigen Architekturstils, der streng genommen ein Mix aus Klassizismus, Neobarock und Jugendstil ist. Vom 1. bis 7. Mai stehen die berühmten weißen Villen und ihre Geschichte im Mittelpunkt besonderer Führungen, Aktionen, Vorträge und Ausstellungen zur „Woche der Bäderarchitektur“.

Zum Auftakt treffen sich Einheimische und Gäste am 1. Mai zum traditionellen Anbaden am Strand unterhalb des Kurplatzes. Im züchtigen langen Ringelbadeanzug geben sich die ersten „Baders“ den Ostseewellen hin. Gleich anschließend wird die Freiluftsaison offiziell mit dem ersten Kurplatzkonzert eröffnet. Ab 15 Uhr erklingt „Swing, Jazz & more“ von der Andreas Pasternack Swing and Dance Band.

Wie Binz den Weg vom unbedeutenden Bauern- und Fischerdorf zum renommierten Seebad nahm, erzählt Gästeführer Klaus Boy in einem Vortrag am 1. Mai um 20 Uhr im Haus des Gastes. „Mit Volldampf zu den weißen Villen“ heißt es dann am 2. Mai bei einem geführten Ausflug in die Nachbarorte Sellin und Göhren. Gereist wird wie in alter Zeit mit der Schmalspurbahn „Rasender Roland“. Zurück in Binz lädt eine kleine Fotoausstellung im Binzer Kleinbahnhof zum Verweilen ein. Sie zeigt vom 2. bis 7. Mai „Binzer Villen gestern und heute“. Für das perfekte Foto von den berühmten Binzer Villen verrät der Binzer Fotograf Mirko Boy Tricks und Kniffe. Auf drei geführten Foto-Touren durch Binz (2., 5. und 6. Mai) schult er neben dem Technikverständnis der Teilnehmer auch das Gefühl für die richtige Perspektive und den geeigneten Standort.

Einen Blick hinter die weißen Bäderstil-Fassaden gewährt die Aktion „Hereinspaziert in die Villen“ vom 3. bis 5. Mai. 13 Häuser öffnen ihre Türen für Besucher, die sich im Rahmen geführter Rundgänge ein Bild von der Geschichte der Häuser und ihrer Besitzer machen können. Darüber hinaus bieten weitere Häuser individuelle Besichtigungsmöglichkeiten an. Darunter auch das Haus Colmsee, das am 3. Mai um 20 Uhr zu einem illustren Abend mit Hausgeschichten und historischen Rügen-Kurzfilmen einlädt. In der Villa Salve wird am 5. Mai ein Historisches Dinner serviert, drei Gänge im Stil der „Belle Époque“, gewürzt mit historischen Binz-Geschichten.

Architektur in einer ganz anderen Dimension bietet das ehemals geplante und nie vollendete KdF-Seebad Prora. Das Dokumentationszentrum Prora stellt den „Koloss von Rügen“ in einem Vortrag am 4. Mai um 20 Uhr im Haus des Gastes vor. Weiter auf den Spuren der Bäderarchitektur können Besucher auf drei Ortsrundgängen durch Binz wandeln, die am 3., 6. und 7. Mai am Haus des Gastes starten.

Unter dem Motto „Licht.Kunst.Klang“ erlebt Binz am 5. und 6. Mai erstmalig eine faszinierende Licht- und Akustikinstallation, bei der das historische Kurplatzensemble mit moderner Laser-, Projektions- und Tontechnik inszeniert wird, am 6. Mai zusätzlich unterlegt mit Musik vom DJ-Plattenteller.

Das ausführliche Programm zur Woche der Bäderarchitektur finden Sie hier: www.ostseebad-binz.de

Montag, 27. März 2017

Branchenforum für Binzer Touristiker am 4. April um 16 Uhr im Haus des Gastes





Branchenforum für Binzer Touristiker am 4. April um 16 Uhr im Haus des Gastes

Ostseebad Binz, März 2017 (kv) „Dialog Binz“ - unter diesem Motto steht das Branchenforum 2017, zu dem die Kurverwaltung Ostseebad Binz alle touristischen Leistungsträger des Ortes am 4. April 2017 ab 16 Uhr in das Haus des Gastes einlädt. Neben Ausführungen zur Markenstrategie, geplanten Veranstaltungen und Projekten sowie aktuellen Themen aus der Kurverwaltung werden die Konzepte zu einer digitalen Gästekarte Binz sowie zur künftigen gesundheitsorientierten Angebotsausrichtung unter dem Titel „OpenHealth“ vorgestellt.

Ergänzend präsentieren sich im Foyer touristische Anbieter der Region. Es wird um Anmeldung bis 31. März gebeten: Gemeinde Ostseebad Binz - Kurverwaltung, Telefon 038393-148 235 oder per Mail an a.dietrich@ostseebad-binz.de.

Donnerstag, 16. März 2017

Aktuelle Gehölzpflege im Park Putbus


 ... das Hauptwerkzeug des Erhaltens und Fortarbeitens aber ist die Axt

Aktuelle Gehölzpflege im Park Putbus


Die Stralsunder Akademie für Garten- und Landschaftskultur lädt herzlich ein zur Führung am

Sonnabend, 25. März 2017
Treffpunkt: 10.00 Uhr | Putbus | Eingang Orangerie

Führung:
Gernot Hübner | Landschaftsarchitekt | Greifswald

Teilnahme: 5 Euro

Sonnabend, 25. März 2017

Der Gehölzbestand im Schlosspark zu Putbus auf Rügen zählt zu den arten- und habitatreichsten, ältesten, ästhetisch und kulturhistorisch wertvollsten Ensembles Deutschlands. Zuletzt in der Mitte der 1990er Jahre gepflegt und durch Neuanpflanzungen ergänzt, fand über 20 Jahre nur noch punktuell Gehölzpflege statt, was sich durch das plötzliche Zusammenbrechen alter Baumveteranen und den Verlust von Originalgehölzen in denkmalpflegerisch bedeutenden Parkbereichen schmerzhaft zeigte.

Trotz allem ist dieser Park jährlich Anziehungspunkt sowohl für Einheimische als auch für Reisende. Worauf gründet sich diese Anziehungskraft? Sind es nur die Nachwirkungen der prachtvollen vergangenen Jahrhunderte dieser rügenschen Residenz, die unter dem Mangel an Historie in unserer Zeit besondere Wertschätzung erlangen, oder aber die Zauber der Natur, die uns klein und sprachlos machen? Hier ist die Zeit eher zähfließend, die Hektik des Alltags verflogen, eine Oase der Natur über die Wirren der letzten Jahrzehnte bewahrt worden.

Gehölzbestandspflege unter denkmalpflegerischen Aspekten nach zeitgemäßen Methoden unter weitgehender Bewahrung der Schöpfungen der Natur ist im Schlosspark Putbus zu einer unerhörten Herausforderung für alle Akteure geworden, deren Aufwand und Notwendigkeit bis heute unterschätzt werden. Grenzen menschlicher Tätigkeit zeigen sich. Die Akzeptanz von Gehölzpflegemaßnahmen in der Öffentlichkeit muss täglich neu erkämpft werden.

Wieviel Denkmal ist zu dulden und wieviel Natur lassen wir zu? Dieser Frage sind die Gehölze des Schlossparks Putbus in besonderer Weise ausgesetzt. Die dendrologische Parkführung unter denkmalpflegerischen Aspekten möchte die Probleme der Gehölzpflege klar aufzeigen, laufende Arbeiten erklären und zu Gehölzspenden und Gehölzpatenschaften ermuntern.

Dienstag, 31. Januar 2017

In den Winterferien ins OZEANEUM und MEERESMUSEUM Stralsund


Durch eine 50 Quadratmeter große Panoramascheibe eröffnet sich der Blick auf den „Offenen Atlantik“ im größten Aquarium des OZEANEUMs. (Foto: Johannes-Maria Schlorke/OZEANEUM Stralsund)

In den Winterferien ins OZEANEUM und MEERESMUSEUM Stralsund


(Stralsund) Ferienzeit ist Museumszeit: Beim Winterferienspaß 2017 finden ab 06.02. zwei Wochen lang viele Mitmachaktionen, Kreativangebote und Schaufütterungen im MEERESMUSEUM und OZEANEUM Stralsund statt.

Im MEERESMUSEUM besonders beliebt sind die Schildkrötenfütterung Montag, Mittwoch und Freitag um 13:00 Uhr sowie der Tauchgang im selben Aquarium Donnerstag um 11:00 Uhr. An der Pädagogischen Aktionsstrecke im Rundgang werden am 07. und 09.02. Wasserexperimente vorgestellt. Für Kinder ab 6 Jahre wird es spannend am 08. und 14.02., wenn es um den Eisbären, das größte Landraubtier der Arktis, geht. Beim Tintenfischprojekt am 09.02. können Kinder ab 9 Jahre das derzeit noch laufende Jahresthema „Kraken & Konsorten“ entdecken. Die Montagsschließtage im MEERESMUSEUM entfallen in den Winterferien, so dass am 06. und 13.02. geöffnet ist.

Bei „Tatort Museum 3 – Zahn um Zahn“ können Ferienkinder im OZEANEUM täglich ab 9:30 Uhr mit Gratis-Detektivpass auf Spuren- und Tätersuche gehen, um den Dieb eines besonderen Zahnes zu ermitteln. Ebenfalls täglich wird das mit 2,6 Mio. Liter Meerwasser größte Aquarium im OZEANEUM – der „Offene Atlantik“ – bei einer 15minütigen Präsentation näher vorgestellt. Unbedingt vormerken sollte man zudem die Schaufütterung von Sandtigerhai-Dame Niki, Rochen und weiteren Fischen jeden Montag, Mittwoch und Freitag um 11:00 Uhr. Beim Quiz-Rad montags bis freitags können kleine Meeresforscher ihr Wissen testen.

Die meisten Ferienangebote sind kostenfreie Zusatzaktionen für Besucher mit gültigem Museumsticket. Für einige Veranstaltungen ist eine Mindestteilnehmerzahl erforderlich. Das genaue Aktionsprogramm gibt es unter kindermeer.de.