Dienstag, 30. Mai 2017

UNESCO-Welterbetage zu Pfingsten vom 04.- 06. Juni


Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL

UNESCO-Welterbetage zu Pfingsten vom 04.- 06. Juni


Unter dem Motto „Welterbe verbindet“ finden erstmals die UNESCO-Welterbetage auf Rügen im Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL und im Nationalpark Jasmund statt. Vom Deutschen UNESCO-Welterbetag am 04.06., über den Wandertag ins UNESCO-Welterbe am 05.06. bis hin zur Eröffnung des neuen UNESCO-Welterbeforums am 06.06., ist alles dabei.

Im Rahmen des Deutschen UNESCO-Welterbetages mit dem Motto „Welterbe verbindet“ lädt das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL am 4. Juni gemeinsam mit regionalen und bundesweiten Partnern zu einem bunten Programm ein. Informations- und Aktionsstände, Ausstellungen, Wanderungen, Filmvorführungen, Kinderanimation und viele weitere Erlebnisse informieren dabei insbesondere über die „Alten Buchenwälder“, die im Nationalpark Jasmund seit 2011 zusammen mit vier anderen Gebieten in Deutschland als Weltnaturerbe anerkannt sind.

Der Pfingstmontag steht ganz im Zeichen des Wanderns. Auf einer Sternwanderung mit Rangern und Experten können alle Naturfreunde eintauchen in die sagenumwobenen, altehrwürdigen Buchenwälder und mehr erfahren über den einzigartigen wilden Wald am Meer, über den kleinsten Nationalpark Deutschlands, seine Wildnis und Geschichte. Die spannenden Wanderungen starten jeweils um 11:00 Uhr und enden alle am Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL, wo der Wandertag im Bistro und mit einem Besuch der Erlebnisausstellung ausklingen kann.

Als Höhepunkt der UNESCO-Welterbetage 2017 auf der Insel Rügen findet die Eröffnung des neuen UNESCO-Welterbeforums im Nationalpark Jasmund am 6. Juni um 14:30 Uhr statt. Als beeindruckendes Wanderausflugsziel informiert die nach langer Umbauzeit fertiggestellte ehemalige Waldhalle als Außenstelle des Nationalpark-Zentrums KÖNIGSSTUHL ausführlich über die „Alten Buchenwälder“ und setzt damit einen Schwerpunkt innerhalb der Einrichtung. Herzstück des teils neu gebauten, teils restaurierten zweistöckigen Fachwerkgebäudes aus dem Jahre 1888 ist eine großzügige Ausstellung zum Weltnaturerbe, die zum Erforschen, Ausprobieren und Vertiefen einlädt. Das UNESCO-Welterbeforum ist nach seiner Eröffnung täglich von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet und nur zu Fuß oder per Rad erreichbar.

Die UNESCO-Welterbetage werden gemeinschaftlich veranstaltet vom Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL und dem Nationalparkamt Vorpommern in enger Zusammenarbeit mit den UNESCO-Welterbestätten aus M-V und Deutschland und vielen weiteren Partnern.

Weitere Informationen: www.koenigsstuhl.com

Donnerstag, 11. Mai 2017

ARMIN MUELLER-STAHL im Dokumentationszentrum Prora e.V.


ARMIN MUELLER-STAHL im Dokumentationszentrum Prora e.V.


Der Kunstraum Wasserwerk in Glowe ist von einem Geheimtip zu einem Muss für Kunstinteressierte,
Schmuck- und Porzellanliebhaber geworden. In themenzentrierten Ausstellungen sind bildnerische und skulpturelle Arbeiten namhafter Künstler zu finden. So hat seit Jahren auch ARMIN MUELLER-STAHL dort seinen Platz gefunden. Nun veranstaltet der Kunstraum Wasserwerk in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum Prora eine große ARMIN MUELLER-STAHL Ausstellung.

Seit 2004 dokumentiert das Dokumentationszentrum Prora die Dauerausstellung MACHTUrlaub. Hier wird die Bau- und Nutzungsgeschichte der Anlage, auch und gerade in Bezug auf das „KdF-Programm“ (Kraft durch Freude), welches hier in Prora seine Bestimmung finden sollte, dargestellt. Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema Arbeits- und Sozialgeschichte des „Dritten Reiches“. Das ehemalige KdF-Bad ist unter dem Titel der >Koloss von Rügen< bekannt. Es sollte 20000 Urlaubern Platz bieten und ist als Gesamtanlage nie fertig gestellt worden. Nach dem Krieg war vorerst die sowjetische Armee in den Gebäuden. Die NVA nutzte den monströsen, kasernengleichen Gebäudekomplex als Ausbildungsstädte. Nach der Wende belastete das nun der BRD zugefallene Erbe das Steuersäckel, wurde von Künstlern >besetzt< und beherbergte eine Jugendherberge, Museen und Bildungsinstitute, um schließlich an Investoren verkauft zu werden, die jetzt den Großteil der Anlage zu Eigentumswohnungen umwandeln.

Die gesamte Anlage ist denkmalgeschützt. Ein Denkmal sollte möglichst von allen Sozial- und Gesellschaftsschichten beachtet und besucht werden. Wird es nicht auf breiter Front akzeptiert, ist es letztendlich tote Vergangenheit. Um den Stellenwert einer solchen Dokumentationsstätte zu erhalten, zu erhöhen, und um sie auch in Zukunft und für die Jugend interessant und als wichtig zu etablieren, müssen neue Wege gegangen werden.

Mit einer Ausstellung, die das bildkünstlerische Werk des bekannten Schauspielers ARMIN MUELLER-STAHL präsentiert, soll dieser Weg ein möglichst breites Publikum ansprechen. Wie das ehemalige KdF-Bad hat jeder Mensch im Laufe seines Seins einen Wandel erlebt. So auch der bekannte Künstler ARMIN MUELLER-STAHL. Der in den 30er Jahren Geborene hatte zuerst Konzertgeiger studiert, bevor er sich der Schauspielerei versprach … hatte in der DDR Erfolg … musste, nachdem er die DDR verlassen hatte, in der BRD neu anfangen … startete erneut -schon sechzigjährig- auch in den USA durch … lebt und arbeitet in der Nähe von Lübeck und Los Angeles. Mit dieser ARMIN MUELLER-STAHL Ausstellung ... unter dem Titel „Dreimal Deutschland und zurück“ soll nicht nur sein bildkünstlerisches Werk dargestellt werden. Die Ausstellung soll, wie auch das ehemalige KdFBad, als ein Zeugnis für den Wandel stehen.

Ausstellung ARMIN MUELLER-STAHL Malerei und Graphik
Titel „Dreimal Deutschland und zurück“
Ausstellungsort Dokumentationszentrum Prora / Binz, Insel Rügen
Ausrichter Kunstraum-Wasserwerk, Glowe … Günter Christiansen
Ausstellungsinhalte ca. 300 Arbeiten auf ca. 600 qm Fläche
- Gemälde, Aquarelle, Mischtechniken, Zeichnungen
- Farbradierungen und Aquatinta, Lithographien, Giclées und Mischtechniken,
- Mappenwerke
- Vorzugsgraphiken mit Buch
- Film; Portrait, Armin Mueller-Stahl
- Oskar Nominierte Filme
- Shop
Vernissage - Sonntag … 30. April 2017 … 15 Uhr
Laudator … Björn Engholm, Ministerpräsident a.D.
Öffnungszeiten - 01. Mai – 06. Juni 2017 ... tgl. 10 -19 Uhr

Mittwoch, 10. Mai 2017

Internationaler Museumstag, Museumsfest und Jubiläum


Internationaler Museumstag, Museumsfest und Jubiläum


Uum Internationalen Museumstag am Sonntag, den 21. Mai 2017, öffnet das Ernst-Moritz-Arndt-Museum von 10 bis 17 Uhr seine Türen.

Mit einem Museumsfest  feiert das Arndt-Museum, das zugleich das älteste Museum der Insel Rügen ist, an diesem Tag sein 80jähriges Jubiläum .

Begeben Sie sich auf eine spannende Spurensuche durch 80 Jahre Museumsgeschichte und entdecken Sie bekannte und unbekannte Aspekte aus der wechselvollen Sammlungshistorie.

Ebenfalls zu besichtigen ist die Sonderausstellung „Erdenraum und Himmelstraum“ mit Landschaftspastellen von Kalle Zangerl, die Arndts Naturlyrik malerisch zur Seite gestellt sind.
                                                                                                                            
Folgende Highlights stehen auf dem Programm:

11 Uhr:           Jubiläumseröffnung
Festrede der Garzer Bürgermeisterin Gitta Gohla und Sonderführung „Im Blickpunkt“
10 - 17 Uhr: „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ – Museumsquiz für Kinder
10 - 17 Uhr: „KunstWunderKammer“ für Groß und Klein mit der Künstlerin Kerstin Langer
10 - 17 Uhr:   Kaffee und Kuchen auf der Museumsterrasse

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und laden Sie zum vielfältigen Entdecken, Lesen und Gestalten bei einer Tasse Kaffee ein.


Mittwoch, 3. Mai 2017

(Herings-)Lücke im System geschlossen


Dr. Henning von Nordheim (Stiftungsrat FSO), Dr. Alexander Badrow (Stiftungsratsvorsitzender FSO), Dr. Paul Kotterba (Preisträger), Andreas Tanschus (Vorstandsvorsitzender FSO), Dr. Sabine Brasse (Stellv. Stiftungsratsvorsitzende FSO)
Foto: Forschungsstiftung Ostsee / Christian Rödel

(Herings-)Lücke im System geschlossen

Forschungsstiftung Ostsee ehrt Nachwuchswissenschaftler für herausragende Doktorarbeit




(Stralsund, 03.05.2017) Am Dienstagabend, 02.05.2017, hat die Forschungsstiftung Ostsee(FSO) im OZEANEUM Stralsund feierlich den 2016 erstmals ausgelobten Preis für Nachwuchswissenschaftler übergeben. Der Preisträger Dr. Paul Kotterba vom Thünen Institut für Ostseefischerei in Rostock erhielt die Ehrung für seine herausragende Dissertation über Heringe.



Brotfisch der Region, magisches Leuchten im Strelasund und Bismarkrezepte – Hering ist aus Vorpommern nicht wegzudenken. Um ihn ranken sich Legenden, Geschichten vom Wohlstand und auch Zukunftssorgen. Dr. Paul Kotterba hat sich über viele Jahre mit dem Heringsbestand in der westlichen Ostsee befasst und insbesondere sein Nahrungs- und Fortpflanzungsverhalten genauer untersucht. Dabei hat er wesentliche Wissenslücken über die Silberlinge geschlossen.



„Der Erkenntnisgewinn aus Dr. Kotterbas Arbeit war maßgeblich für unsere Entscheidung, ihn als Nachwuchswissenschaftler zu ehren“, sagt Andreas Tanschus, Vorstandsvorsitzender der Forschungsstiftung Ostsee während der Feierstunde vor dem mit 2,6 Mio. Liter Meerwasser größten Aquarium im OZEANEUM. Der Fischereibiologe Kotterba untersuchte den Einfluss von Räubern auf das Überleben von Heringseiern und stellte mittels Ausschlussexperimenten fest, dass sich im Greifswalder Bodden besonders Stichlinge ausgiebig von Heringslaich ernähren. Überraschende Ergebnisse zeigte zudem die Untersuchung des Mageninhaltes von ausgewachsenen Heringen im Herbst. Anders als erwartet, fressen die Tiere in dieser Zeit statt Plankton Fische. „Dass Heringe sich auch von Fischen ernähren, stellt eine bislang völlig unbekannte Verknüpfung im Nahrungsnetz der Ostsee dar“, sagt Dr. Paul Kotterba. Mit seiner Dissertation hat Paul Kotterba gezeigt, dass unser überschaubares Küstenökosystem dennoch sehr komplex und variabel ist.



Die Forschungsstiftung Ostsee arbeitet seit dem Jahr 2012 und fördert die Erforschung der Fauna und Flora der Ostsee sowie ihrer angrenzenden Lebensräume. Neben der Bearbeitung von Förderprojektanträgen vergibt sie auch im Jahr 2017 den Preis an Nachwuchswissenschaftler. Master- und Doktorarbeiten mit Themen der Grundlagen- und angewandten Forschung über die Ostsee können noch bis 31. Oktober dieses Jahres eingereicht werden.


Weitere Informationen: https://www.deutsches-meeresmuseum.de/forschungsstiftung-ostsee/unsere-foerderung/