Dienstag, 25. Juli 2017

Virtuelles Korallenriff im MEERESMUSEUM Stralsund


Arne Sternhagen (l.) und Julian Obermann (beide 11 Jahre) vom Kinderclub des MEERESMUSEUMs haben das virtuelle Korallenriff getestet. (Foto: Romy Kiebel/Deutsches Meeresmuseum)

Virtuelles Korallenriff im MEERESMUSEUM Stralsund


(Stralsund) Besucher im MEERESMUSEUM Stralsund können ab sofort ein „Virtuelles Korallenriff“ erkunden. Die neue Multimedia-Station erweitert das Angebot zum Thema „Faszination Korallenriffe“, zu dem auch der fünf Meter hohe Riffpfeiler in einer der größten Museumsvitrinen Deutschlands zählt.

Tropische Korallenriffe gehören zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde. Sie sind eine wichtige Lebensgrundlage für Millionen von Menschen. Weltweit sind Korallenriffe jedoch einer Vielzahl von Stressfaktoren ausgesetzt, wie der Temperaturerhöhung des Meerwassers, der Ozeanversauerung und Überfischung oder zerstörerischen Fischereimethoden.

„Mit dem virtuellen Korallenriff wollen wir insbesondere jugendliche Museumsbesucher ansprechen“, sagt Dr. Götz-Bodo Reinicke, Kurator für Meeresökologie und wirbellose Tiere am Deutschen Meeresmuseum. „Mithilfe einer Spielkonsole bewegt man sich durch das nachgebildete Ökosystem und lernt Riffbewohner wie Stein- und Weichkorallen, Anemonen- und Doktorfische, Haie und Meeresschildkröten kennen.“ Auf dem virtuellen Tauchgang in 2D wird auch über schädigende Einflüsse informiert, welche die Rifforganismen bedrohen. So veranschaulicht die Simulation beispielsweise die unmittelbaren Auswirkungen einer Korallenbleiche oder der Dynamitfischerei, die in vielen Tropenländern noch weit verbreitet ist.

Die interaktive Simulation entwickelten Mitarbeiter des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen. Dort untersuchen Wissenschaftler, wie Korallenriffe auf die zunehmenden Veränderungen ihrer Umwelt reagieren und wie man sie schützen kann. Die digitale Visualisierung eines tropischen Korallenriffs entstand, um eine breite Öffentlichkeit für die Schönheit dieser Ökosysteme und ihre Gefährdung zu sensibilisieren und um ihr einen Zugang zur Forschung des ZMT zu bieten.

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